Das traditionelle Yoga
Das traditionelle Yoga kennt unterschiedliche Schulen und Wege, um zum Ziel, zur Erlangung eines kosmischen Bewußtseins zu gelangen.
Die Ursprünge des Yoga
Der Hinduismus und die philosophischen Systeme Indiens bilden die Wurzelerde des Yoga. Sie haben sich über Jahrtausende entwickelt. Der Hinduismus ist ein Konglomerat aus unterschiedlichen Glaubensrichtungen und ist gleichzeitig eine Lebensart, also mehr als eine Religion. Er hat keine gemeinsame Gründerperson. Jede Glaubensrichtung basiert auf eigenen nur für sie verbindlichen heiligen Schriften und mündlichen Überlieferungen. Letztere sowie religiöse Rituale und hymnische Gesänge haben über Jahrtausende die Grundlage für die Religionen des Hinduismus gebildet. Erst im zweiten Jahrtausend vor Christus gab es erste schriftliche Zeugnisse, die Veden. Der früheste umfassende Yogatext stammt hingegen erst aus dem fünften Jahrhundert nach Christus.
Das klassische Yoga
Die klassischen Schulen sind das Raja-Yoga, das oft als spiritueller Königsweg des Yoga bezeichnet wird, sowie das Hatha-Yoga mit seinen körperlichen Übungen, Atemübungen und Meditationen. Auch das Karma-Yoga, das man als Yoga der Tat bezeichnen kann, das ein selbstloses Handeln in den Vordergrund des Lebens stellt und das Bhakti-yoga, was man als Yoga der liebenden Verehrung Gottes bezeichnen kann, sowie das Jnana-Yoga, das Yoga des Wissens, zählen hierzu. Der spirituelle Hintergrund des Yoga ist bei den verschiedenen Yoga-Schulen sehr unterschiedlich. Der Grund ist darin zu finden, dass sie sich auch unterschiedlichen Wurzeln in Asien entwickelt haben. Hinzu kommt, dass sich die Lehrmeinungen im Lauf der Geschichte in den einzelnen Schulen ebenfalls immer wieder verändert haben.