Der Nama Kundalini kommt aus dem Sanskrit und bedeutet wie Shakti, Schlangenkraft. Kundalini wird in tantrischen Schriften als spirituelle Kraft im Menschen beschrieben.

Tantrische Lehre

Die tantrische Lehre besagt, dass im Menschen eine göttliche kosmische Kraft wohnt. Diese wird Kundalini genannt. Sie ruht am unteren Ende der Wirbelsäule im untersten „Chakra“. Symbolisch stellt man sie als zusammengerollte, schlafende Schlange dar. Das Sanskit-Wort Kundala bedeutet gerollt.
Durch Yoga-Übungen kann die Kraft geweckt werden. Sie steigt dann auf und druchstößt die Hauptenergiezentren, die Chakren. Wird das oberste Chakra erreicht, so vereinigt sich die Kindalini-Kraft mit der kosmischen Seele. Dann erreiht der Mensch höchstes Glück.

Die klassischen indischen Lehren besagen, dass das Aufsteigen der Kraft nicht ungefährlich ist und eine Vorbereitung erfordert.

Parallelen im Westen

Die Kundalini Schlange hat auch in der westlichen Welt Parallelen: den griechischen Schlangenstab des Äskulap und de die mexikanische Federschlange Quetzalcoatl.

Der schweizer Psychologe Carl Gustav Jung hat sich mit dem Kundalini-Pähnomen auseinandergesetzt.

Nach den indischen Lehren gibt es mehrere Methoden, um die spirituelle Kraft zu aktivieren, etwa Yoga oder Reiki.

Die meisten der Yoga-Übungen dienen aber nicht direkt der Erweckung der Kundalini. Es gibt aber Yoga-Schulen, die sich explizit mit der Kundalini und bereiten den Körper auf den Prozess der emporsteigenden Kraft vor. Die Übungen dieser Schulen dienen dazu, die Chakren zu reinigen und durchlässig zu machen, so dass die Kundalini keinen Widerstand beim Aufstieg findet. Eine dieser Yogaschulen ist das Kundalini-Yoga. Auch innerhalb des Kundalini-Yoga gibt es wiederum unterschiedliche Richtungen, etwa das Yoga von Yogi Bhajan und das Kriya Yoga oder das Sahaja Yoga.